Die Examensarbeit von Annelie Schneider

Auf dieser Seite und den Unterseiten werden die Ausführung von Annelie in Auszügen dargestellt. Das Kapitel 6 der Examensarbeit – das Namensbuch – wird nicht gesondert dargestellt, es fließt vielmehr in die aktuellen Forschungsergebnisse, die auf den Seiten „Flurnamen alfabetisch“ zu finden sind, mit ein.
Die Kapitel 7 „Bekanntheitsgrad der Flurnamen“, Kapitel 8 „Einordnung der Flurnamen nach der Benennungsmotivation“ und die „Sprachprobe“ sind erst mal nachrangig und werden erst nach der weitestgehenden Erforschung der Flurnamen weiter behandelt.

Flurnamen sind ein Teil der Kultur...

...der eigenen Heimat und geben Auskunft über die Entstehung und den weiteren historischen Verlauf der einzelnen Gemarkungen. Die Erforschung und schriftliche Fixierung der Flurnamen dienen somit dem Erhalt dieser wichtigen Kulturgüter, was Rainer Petzold wie folgt begründet:

„Eine der dringendsten Aufgaben der heutigen Namenforschung ist es, Flurnamen zu sammeln und damit den endgültigen Verlust dieses wertvollen Sprachgutes zu verhindern.“ PetzoldPetzold, Rainer: Aspekte der Verwendung von Mikrotoponymen in der mündlichen Kommunikation. In: Meineke, Eckhard (Hrsg.): Perspektiven der thüringischen Flurnamenforschung. Peter Lang GmbH. Frankfurt am Main: 2003. S. 168.

Folgende Methodik findet dabei Anwendung: Zunächst werden die kartographischen und schriftlichen Quellen nach den Flurnamen sowohl im Thüringischen Hauptstaatsarchiv Weimar, Thüringischem Staatsarchiv Greiz, Katasteramt Pößneck, Stadtarchiv Schleiz als auch in Privatarchiven untersucht, um anschließend anhand von Gewährspersonen und einer Realprobe diese zu bestätigen.

In einem weiteren Schritt sollen mittels bibliographischer Quellen Deutungsversuche der Flurnamen vorgenommen werden, um damit Rückschlüsse auf deren Entstehung und damit Benennungsmotivation geben zu können. Mittels einer sprachwissenschaftlichen Analyse, die auf der Grundlage des Deutschen Wörterbuches von Jakob und Wilhelm Grimm, dem Thüringischen Wörterbuch, einem etymologischen Wörterbuch und weiterer Flur die Erklärung der Flurnamen notwendiger Literatur basiert, werden die Mikrotoponyme untersucht.