Erste Erwähnung
Erstmals wurde Külmla im Jahr 1378 urkundlich Erwähnt. Das Dorf ist aber sicherlich weitaus älter. Es ist ursprünglich auf eine sorbische Begründung zurückzuführen und entstand nach der Westwanderung der Slawen etwa um 800. Die Slawen waren bis zum Jahr 600 bis an die Elbe eingewandert. Von dieser Zeit verbreiteten sie sich weiter westwärts bis zur Saale.
Die Schreibweise „zcum Kulmechene“, später „zcum Kolmichen“ oder „Koylmel“ beziehungsweis „zcum Kylmele“, wird aus dem altsorbischen „cholm“ als „Berg“ erklärt und in Verbindung mit der deutschen Verkleinerungssilbe gewissermaßen als „zu dem Kulmchen“, also zum „kleinen Berg“ gedeutet. Dieser ursprünglich sorbische Name ist dann von den deutschen Siedlern übernommen worden.
Zur Bekräftigung der deutschen Herrschaft wurde ein Rittersitz im Orte angelegt: „Culmla, ein Dorf und ansässiges Rittergut mit einem Beygleite von Ziegenruck, eine halbe Stunde gegen Morgen davon‘, heist es noch in einer Kennzeichnung des Ortes aus dem Jahre 1779.
Die Bodenforschung vermutet dabei sogar in dem „Schafgraben“, einem runden Hügel mit umlaufendem, künstlich angelegten Graben hinter dem Anwesen von Horst Geilsdorf, rechts an der Straße nach Ziegenruck, eine alte frühdeutsche Rundwallanlage. Diese Burg stand in der Zeit vor der Habsburger Hausmacht (römisch-deutsche Kaiserwürde ab 1438).
Familie Obernitz
Ab 1258 gehörte Külmla mit Ziegenruck dem Grafen von Orlamünde, 1270 dem Grafen von Arnshaugk, 1327 dem Reichsvogt von Plauen, 1357 dem Markgrafen von Meisen.
Bis 1443 gehörte der Orlagau mit Külmla den Herzogen von Sachsen. Die Grenze der Pflege (Verwaltungsbezirk Ziegenruck) blieb unverändert von 1378 bis 1815. Nach der Reformation 1525 umspannte der Bezirk der Superintendantur Neustadt auch die Orte im Amt Ziegenrück.
In Ziegenrück saß auch ein Landrichter. Als eine der ältesten adligen Familien in hiesiger Gegend wird die von Obernitz genannt. Bereits im 13. Jh. wird ein Herr v. Obernitz von dem
Grafen von Orlamünde als Vogt in Ziegenruck eingesetzt. 1389 hatten die Ritter Hans und Nicol v. Obernitz ihren Sitz in Tausa und Külmla. Ihnen waren auch die Schöndorfer Bauern gerichtlich unterstellt; denn diese Adligen besaßen zugleich die Gerichtshoheit über die umliegenden Dörfer. Daher kam auch die Justizia im Wappen von Külmla.
30-jähriger Krieg
Im 30-jährigen Krieg von 1618 bis 1648 hatte die Bevölkerung mancherlei Drangsale zu erleiden, als größere Truppenverbände in Ziegenruck lagen. Am 03. Oktober 1637 streiften einzelne Trupps schwedischer Soldaten von Ziegenrück aus durch die Gegend. Dabei sind sie auch in Keila, Posen und Külmla eingefallen und sollen schwer gehaust haben.
1640 lagen in Ziegenrück längere Zeit 20 schwedische Musketiere und 200 Reiter. Sie plünderten
wiederholt in den umliegenden Dörfern. Im Oktober des Jahres überfielen ca. 100 Reiter die Dörfer Keila, Posen, Bucha und Tausa, wahrscheinlich auch Schöndorf und Külmla. Sie nahmen den Bewohnern das letzte Vieh weg. Die Bewohner flohen mit ihrem Vieh in die Wälder im Plothental. Der Name „Kriegsgelänge“ soll von jener Zeit herrühren.
Külmla kommt zu Preußen
Nach dem Wiener Kongres im Frühjahr 1815, kam der damalige sächsische Neustädter Kreis, zu dem auch Külmla gehörte, an Preußen. Im Herbst des selben Jahres wurde er nochmals geteilt. Während Külmla und Ziegenrück bei Preußen blieben, wurden Schöndorf und Tausa weimarisch.
Bei dem Zusammenschluss der Thüringischen Staaten nach dem 1. Weltkrieg kamen die beiden Orte Schöndorf und Tausa zum Kreis Schleiz. Külmla blieb bei Preußen.
Erst nach der neuen Kreiseinteilung kurz nach dem 2. Weltkrieg kam auch Ziegenrück und Külmla mit zum Kreis Schleiz.
Gemeinde Schöndorf
1979 werden die Gemeinden Tausa und Külmla aufgelöst und mit der der Gemeinde Schöndorf vereinigt. Die Gemeinde Schöndorf besteht noch heute.
Nach der Wende und der Auflösung der DDR blieb die Gemeinde Schöndorf in ihrer Form bestehen. Im Jahr 1995 kam die Gemeinde Schöndorf nach dem Zusammenschluss der drei Landkreise Pößneck, Schleiz und Lobenstein zum neu gebildeten Saala-Orla-Kreis. Die meisten Verwaltungsaufgaben übernahm ab dem Jahr die neu gebildete Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück.
Diese Verwaltungsstrukturen bestehen bis heute, allerdings sieht man sich einen gewissen Druck ausgesetzt, sich in den nächsten Jahren mit anderen Gemeinden, zu einer so genannten Landgemeinde zusammen zu schließen.