Das Dreigestirn auf der Höhe

So beschrieb Günter Wachter im Jahr 1991 die Orte Külmla, Tausa und Schöndorf. Auf einem Höhenzug im Südosten von Thüringen, der sich zwischen Drebabach und Plothenbach, von Ziegenrück zum Plothener Teichgebiet zieht, haben diese drei Dörfer ihre Standorte gefunden.

Gemeinde Schöndorf

Am 1. Juli 1979 wurden die drei Gemeinden Külmla, Tausa und Schöndorf zur Gemeinde Schöndorf zusammengelegt. Damit wurde auch die politische Einheit vollzogen, die schon immer kulturell und kirchlich bestand. Seit dem 9. März 1995 übernimmt die Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück alle Verwaltungsaufgaben der Gemeinde.

Wappen

Das Wappen ist eine Mischung aus den Wappen der drei Orte. Der weiße Hintergrund mit roter Pfählung ist dem Tausaer Wappen entlehnt. Auf derLinken Seite sehen wir die Justitia des Külmlaer Wappens. Auf der rechten Seite befindet sich der Lindenbaum der aus dem Schöndorfer Wappen entnommen wurde.

Das Wappen der Gemeinde Schöndorf
Das Wappen der Gemeinde Schöndorf

Külmla

Külmla ist das nordwestliche Dorf des Dreigestirns und liegt an der Straße nach Ziegenrück. Der Ort wurde als Straßendorf hangparallel zu einem Höhenzug angelegt. Die älteren Höfe liegen ausschließlich auf der Seite, die dem Höhenzug zugewandt ist. Auf der anderen Straßenseite lag das bis 1945 bestehende Rittergut Külmla. Die Häuser auf der Rittergutsseite sind alle jünger, viele sind erst nach 1945 gebaut worden. Ebenfalls auf dieser Seite befindet sich eine dorfprägende Freifläche mit Bushaltestelle und Dorfteich in der Dorfmitte, sowie eine Wendeschleife, in der Mitte sich ein Kriegerdenkmal befindet, am Ortseingang aus Richtung Ziegenrück.

Das Wappen von Külmla

Das Wappen von Külmla zeigt eine Justitia. Das geht auf das Rittergut Külmla zurück. Im Mittelalter gehörte das den Herren von Obernitz, die über die drei Dörfer auch die Gerichtsbarkeit ausübten. Woher der Blau-Weiße Hintergrund kommt, ist leider nicht bekannt.

Das Wappen von Külmla
Das Wappen von Külmla

Tausa

Tausa ist der nordöstliche Teil des Dreigestirns und liegt an der Straße nach Bucha. Der Ort entstand als Zeilendorf um das Areal des Gutshofes, der am Beginn einer Talmulde, die sich in Richtung Drebetal fortsetzt, angelegt wurde. Zum Rittergut gehörte auch eine Schäferei, die an einer weiteren Talmulde, die sich in Richtung Külmla und weiter bis ins Plothental zieht. Das Dorf Tausa breitete sich später in Richtung Höhe aus, auf der später eine Windmühle errichtet wurde, die aber in 1950er Jahren abgerissen werden musste.

Wappen von Tausa

Ursprünglich ging man davon aus, dass das Wappen von Tausa die vier Güter von Tausa darstellt, die zweitweise durch Erbteilung des großen Gutes entstanden warten. Wahrscheinlich ist es aber eine Ableitung aus dem Wappen derer von Obernitz, deren Wappen ebenfalls Weiß mit roter Pfählung ist. Der blaue Kopf stellt dabei wahlweise, den Ort oder sogar den Himmel dar.

Das Wappen von Tausa
Das Wappen von Tausa

Schöndorf

Schöndorf ist ein klassisches Angerdorf und entstand am Südhang eines Seitentals des Plothentals. Es liegt an der Straße nach Volkmannsdorf und ist das südlichste, aber auch größte Dorf des Dreigestirns. Am oberen Ende des Dorfnagers befindet sich die Kirche, die vollständig von einer Friedhofsmauer umgeben ist. Weiterhin gibt es im Dorfanger nur drei Häuser, darunter die ehemalige Schule, das ehemalige Gasthaus und das Haus der Gemeinde.

Das Wappen von Schöndorf

Der in diesem Wappen nicht stilisierte Lindenbaum steht für die Dorflinde, das Zentrum der Gemeinschaft und die Getreideähren für die weitläufigen Felder, die um Schöndorf angelegt wurden.

Das Wappen von Ort Schöndorf bei Schleiz
Das Wappen vom Ort Schöndorf
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